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    Tarifrunde Einzelhandel NRW: Jetzt geht's um die Kohle!

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    Tarifrunde Einzelhandel NRW: Jetzt geht's um die Kohle!

    Tarifrunde 2017 Einzelhandel NRW

     
    Weiter keine Lösung

    Die Tarifverhandlungen für die 490.000 sozialversicherungspflichtig und 205.000 geringfügig Beschäftigte im nordrhein-westfälischen Einzelhandel sind auch in der vierten Verhandlungsrunde am gestrigen Abend (4. Juli) ergebnislos geblieben. Zwar gelang es in den Verhandlungen die von den Arbeitgebern angebotene, nicht tabellenwirksamen Einmalzahlungen, vom Tisch zu bekommen, das prozentuale Angebot reicht aber bei weitem nicht aus. Sie bieten nach zwei Nullmonaten zwei Prozent im ersten Jahr und ab dem 1. Mai 2018 weitere 1,8 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen sollen um die gleichen prozentualen Erhöhungen jeweils zum 1. September 2017 und 2018 steigen. Das bleibt weit hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurück.

    ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer: „Das Verhalten der Arbeitgeber in der diesjährigen Tarifrunde ist enttäuschend. Wertschätzung für Beschäftigte sieht anders aus. Die Beschäftigten fordern Wertschätzung und Respekt für ihre gute und harte Arbeit. Auch sie haben ein Stück vom Kuchen der guten wirtschaftlichen Entwicklung der Branche verdient. Dafür werden wir in den nächsten Tagen und Wochen mit Aktionen und Warnstreiks in den Betrieben kämpfen. An einer schnellen Einigung scheinen die Arbeitgeber kein Interesse zu haben. Einen weiteren Verhandlungstermin in NRW vor Ende August können sie sich nur vorstellen, wenn in einem anderen Bundesland ein Tarifabschluss erreicht wird. Damit wollen sie die Beschäftigten weitere acht Wochen hinhalten. Sie spielen auf Zeit“.

    Die Tarifverhandlungen sollen am 29. August fortgeführt werden.